Die Rückbegegnung in Deutschland- Togetherness

Deutschland: Eines der individuellsten und gleichzeitig auch vielfältigsten Ländern der Welt. Die deutsche Sprache verbindet viele Nationalitäten, Glaubensrichtungen, Fangemeinden, Mode & Design und ist gleichzeitig dadurch identitätsprägend.

Herzlich Willkommen im Masifunde- ESTA Erforschungs- und Filmprojekt Nummer II.

Wir - zehn junge Lernende aus zwei sehr unterschiedlichen Ländern, Deutschland und Südafrika- ermöglichen durch das nun zweite Film-Projekt einen einzigartigen Einblick in die deutsche Gesellschaft. Durch einen zweiten Film dokumentieren wir die Trips mit Zwischenhalten innerhalb der deutschen Bundesländer (Hessen, Reinlandpfalz und Berlin), die auch hier wieder mit Gegensätzen, verschiedene Identitäten und kulturellen Eigenschaften behaftet sind. Das Ziel der zweiten Reise wird sein, die Untersuchung der deutschen Gesellschaft, die sich vor allem darin ausdrückt, verschiedene Lebensentwürfe und - stile zu verfolgen (Religionen, Jugendkulturen, Mode & Design) und trotzdem eine Sprache zu sprechen. Werden wir feststellen, dass alle "Deutschen" ähnlich sind oder doch durch ihre Umwelt, wie Mode, Design, u.a. stark geprägt werden und so erst eine Identität entwickeln?


Saturday, 25 June 2011

Angekommen und durchgestartet!

Jetzt geht es los, die zweiwöchige Lernreise durch das “Eastern Cape”! Zusammen sind wir zehn Teilnehmer und sechs Betreuer aus Deutschland und Südafrika, die sich nie zuvor gesehen haben, und am Flughafen von Port Elizabeth zum ersten Mal zusammen kamen. Alle waren etwas ängstlich über das, was auf sie zukommen wird aber auch unglaublich gespannt, die fremden Menschen kennen zu lernen und sich mit ihnen anzufreunden und natürlich am eigenen Leib zu erfahren, was es heißt, in einer multilingualen Gesellschaft zu leben. Die deutschen Teilnehmer werden also die in Südafrika geborenen und hier aufgewachsenen Teilnehmer jeden Tag erleben und so auch ihre tief verwurzelten kulturellen Hintergründe erfahren. Das verspricht ein unvergesslicher Trip zu werden!

 
 
Spannungsvolles Warten vor dem Flug am Frankfurter Flughafen.

Nach einem über zehnstündigen Flug nach Johannesburg und einem weiteren kurzen Flug nach Port Elizabeth waren unsere deutschen Teilnehmer ziemlich erschöpft aber trotzdem überaus gespannt, endlich die südafrikanischen Teilnehmer zu treffen, mit denen sie die nächsten 14 Tage zusammen leben, lachen und arbeiten werden. Den Betreuern Alexander Mühlberger und Christina Zimmer, sowie dem professionellen Dokumentarfilmer Frederic Hmbalek, die auch das erste Mal nach Südafrika geflogen sind, ging es genauso.


Einige Eindruecke von unserem Flugzeug und aus der Luft.


Hier eine kurze Vorstellung des Teams, die alle zwichen 14 und 18 Jahren sind: Auf der deutschen Seite Janin Rosenberger, Milena Pohl, Cendresa Corogli, Michaela Ramke und Aljoscha Papsch. Auf der südafrikanischen Seite Asanda Ngwendu, Amanda Mncono, Busisiwe Sibuta, Wonga Mamkeli und Sipokazi Gaxamba, mit ihren Betreuern Zingisa Sofayiya und Jonas „Ledge“ Kaletsch.

Das erste Gruppenbild vom Flughafen

Nach kurzen Schwierigkeiten mit einigen Gepäckstücken, die wohl in Johannesburg vergessen wurden, abends aber doch, nach einem Anruf vom Flughafen in PE, dort abgeholt werden konnten (sehr zur Erleichterung von Alex, Frederic, Aljosch und Christina, die dachten, sie würden ihr Gepäck nie wieder sehen...) ging es dann endlich los. Die Fahrt zu der Unterkunft, Logile Lodge, entlang der Küste gab allen deutschen Teilnehmer die ersten Eindrücke von PE und und dem Leben „at the Cape“.

Wonga; die suedafrikanischen Mädels.

 
                                                                 Die Teilnehmer treffen sich zum erste Mal.

Nach etwa einer Stunde der Erholung für die Teilnehmer und Planung für die Betreuer, war es Zeit für „Lunch“ also Mittagessen. Danach begann das erste richtige Gruppentreffen, bei dem verschiedene Regeln verfasst wurden, die das Gelingen der Gruppenrbeit und auch das sonstige Gruppenleben unterstützen sollten.  Eine der wichtigsten darunter ist, dass während der Arbeit in der Gruppe und auch in der Freizeit Englisch gesprochen werden sollte. Denn auch für die südfrikanischen Teilnehmer ist Englisch nur die zweite Sprache, ihre Muttersprache ist Xhosa. Das gibt den Teilnehmern den ersten Geschmack vom Leben in einer multilingualen Gesellschaft, besonders der deutschen Gruppe, die oft deutsch mit den südafrikanischen Teilnehmern sprachen :-) Die anderen Regeln beinhalten respektvoll miteinander umzugehen, konstruktiv zu kritisieren und einander während des Projekts zu motivieren.

 
Das erste Gruppentreffen in unserer Unterkunft.

Die Begegnung ist für alle ein unvergessliches Erlebnis, was wäre sie also ohne ein persönliches Tagebuch? Jeder Teilnehmer bekam ein Tagebuch um darin täglich seine Gefühle, Eindrücke und Erlebnisse zu dokumentieren. Danach präsentierten die südafrikanischen Jugendlichen ein Willkommens Thaterstück, über die Xhosa Kultur (neben Englisch ist Xhosa die meistgesprochene Sprache im Eastern Cape). Es ging darin um den Prozess der „Lobola negotiations”, die kulturelle Xhosa Hochzeit, bei der der Bräutigam (makoti) und die Familie der Braut einen Preis für die Braut aushandeln und vereinbaren. Der Preis ist abhängig von der Ausbildung der Braut und ob sie bereits Kinder von einem anderen Mann hat. Das löste unter den deutschen Teilnehmern hochgezogene Augenbrauen aus und Milena merkte an, dass die Familie des Brätigams eine Menge Geld verdienen müsste, wenn sie fünf Töchter hätten (das gab großes Gelächter in der Gruppe).  Abgerundet wurde das Ganze durch einen traditionellen Tanz und Gesang von den südafrikanischen Mädels, Asanda, Siphokazi, Busisiwe und Amanda, der extrem gut ankam unter den Deutschen, besonders als sie ihn selbst ausprobieren sollten. Alle gaben ihr Bestes um den Tanz zu lernen, was bei Alex und Aljoscha zu leichter Verzweiflung führte :-)


Die deutschen Teilnehmer lernen den Tanz.

Die typisch südafrikanische Nacht wurde vervollständigt durch ein traditionelles “Braai”. Für diejenigen, die nicht wissen was dies ist: „Braai“ ist vergleichbar mit dem amerikanischen „barbeque“, viel Fleisch, Kartoffeln, Salat und „braai rolls“ (Brötchen gefüllt mit Knoblauchbutter). Es war überaus interessant für einige mit den Händen zu essen aber wir Deutschen gewöhnten uns sehr schnell daran und hatten großen Spaß. Denn das einzige Besteck beim „braai“ sind deine Hände!
Nach einem langen Tag, voller Spannung und vielen neuen Eindrücken und Begegnungen unter den Gruppenmitgliedern und Betreuern war nun jeder mehr als bereit mit den vollen Mägen in die Betten zu kommen!

Blick von unserer Unterkunft auf den Atlantischen Ozean.

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