Von Janin Rosenberger, Reporterteam 2:
Am Wochenende besuchten wir dir Farm von dem Bruder unseres nächsten Interviewpartners, Professor Flip Potgieter, in der Karoo Wüste, in der Nähe von Graaff- Reinet. Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden und verlief auf den letzten gefühlten 100 km nur noch auf unbefestigten Straßen, die ab und zu an einsamen Farmen vorbeifürten. Auf der Hinfahrt machten wir einen Zwischenstopp an einer Biltongfarm. Dort wurde uns die Prozedur der Zubereitung und des Trocknens erklärt, der Vorrat gezeigt und anschließend hatte Ledge (Jonas) die Idee seine eigene Biltong Fabrik zu gründen… :-) Fleisch, von Kudu oder Rind, Gewürze und Essig braucht man um Biltong herzustellen.
Der Besitzer der "Biltongfarm".
So wird das marinierte Fleisch zu Biltong.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt waren wir an der Farm angekommen und machten uns vertraut mit den Zimmern und dem alten Haus. Die Räumlichkeiten waren sehr außergewöhnlich, weil alles in einem sehr alten Stil eingerichtet war, als ob dort noch ältere Leute wohnen würden (sogar in den Schränken hingen Kleider).
Endlose Straße auf dem Weg zur Farm.
Im Wohnraum des Farmhauses.
Ungewöhnliche Deko: Hüte.
Da Flip Rugby schauen wollte (absolut beliebt in Südafrika) fuhren er und der Sohn des Farmers uns mit einem Landrover (wir durften auf der Ladefläche sitzen) ein paar Kilometer in die Wildnis herraus . Flip erklärte uns einiges über die verschiedenen Pflanzen über die Tierwelt und wie wir zu laufen hatten um zurück zur Farm zu finden. Die Wanderung begann und wir machten Spannende Entdeckungen in der Halbwüste. Wir schnitten Pflanzen an, bewegten Steine und beobachteten die Tierspuren.
Auf der Ladefläche des Landrovers.
Prof. Philipp "Flip" Potgieter
Nach etwa einer Stunde waren wir wieder auf der Farm und bereiteten das Braai vor. Wir saßen schließlich alle zusammen am Feuer und genossen u.a. unsere Kuduwürstchen. Alex der Feuermacher.
Alex der Braai- Meister.
Christina, Alex und Aljoscha am Feuer nach dem Braai.
Eigentlich wollten wir mit einem Teleskop Sterne beobachteten aber darauß wurde wegen dem stark bewölkten Himmel und dem anschließenden Regen leider nichts. Also verbrachten wir den Abend im alten Farmhaus, mit Kartenspielen, gemütlichen Unterhaltungen und einigen Geschichten unseres Professors. Als der Regen am späten Abend unerwartet wieder aufhörte und der Himmel plötzlich aufklarte, zeigte sich die Sternenpracht zum greifen nahe. Der Sohn des Farmers zeigte uns z.B. die Sternenkonstellation des "Southern Cross" und die Milchstraße. Außerdem waren mehrere Sternschnuppen zu beobachten. Bald war aber auch der Rest der Gruppe, die die Sterne noch beobachten konnten sehr müde und legte sich schlafen um für den nächsten Tag Kraft zu tanken. Die Nacht war für alle sehr ungewohnt, da die Betten mindestens so alt zu sein schienen, wie das Haus selbst. Dafür war das Frühstück, dass uns Ledge vorbereitete aber sehr gut. Um 10 Uhr brachen wir zur nächsten Wanderung auf, die für uns alle sehr abenteuerlich war. Wir wanderten mitten in der Wildnis des Farmlands und abseits von jeder Straße.
Los gehts, zum Ausgangspunkt unserer nächsten Wanderung.
Der Weg führte zunächst entlang eines Zaunes zu einem Flussbett. Diesem folgten wir bis wir, zwischenzeitlich etwas desorientiert, auf die Farmer trafen, die uns wieder einsammeln wollten. Christina, Milena, Janin, Wonga und Alex entschieden sich aber den ganzen Weg zur Farm zurück zu laufen.
Milena am Wasserfall.
Bucie, Amanda, Zingi und Asanda.
Frederic
Die unglaubliche weite der nahezu unberührten Natur auf unserem Wanderweg.
Um 13 Uhr, nach etwa 3 Stunden Wanderung waren dann endlich wieder alle auf der Farm. Jetzt war es höchste Zeit das nächste Braai vorzubereiten. In der Zwischenzeit hielten wir die Gesprächsrunde und nach dem Essen das offizielle Interview mit Prof. Flip.
Milena und Flip beim offiziellen Interview.
Ledge, Frederic, Aljoscha und Flip auf dem Weg zurück zur Farm.
Leider war dies auch schon unser letztes Interview. Sehr schade, weil es uns riesig viel Spaß bereitet hat. Trotzdem sind aber auch alle froh, dass wir es geschafft haben. Anschließend fuhren wir den langen Weg zurück zu unserer Unterkunft, aßen zu Abend, hatten Evaluation über das ganze Wochenende und schließlich Freizeit. Doch damit war dieser Tag noch nicht zu Ende, da noch ein besonderes Event anstand: Milenas Geburtstag! Also trafen sich alle, mit Kuchen und Kerzen, um 0:00 Uhr und stimmten ein gemeinsames „Happy Birthday“ für Milena an, das durch Geburtstagströten und Vuvuzelas der anderen Gäste unterstützt wurde.
Unser Geburtstagskind, Milena!
Selbstgebastelte Geburtstagskarten von den südafrikanischen Teilnehmerinnen.
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