Die Rückbegegnung in Deutschland- Togetherness

Deutschland: Eines der individuellsten und gleichzeitig auch vielfältigsten Ländern der Welt. Die deutsche Sprache verbindet viele Nationalitäten, Glaubensrichtungen, Fangemeinden, Mode & Design und ist gleichzeitig dadurch identitätsprägend.

Herzlich Willkommen im Masifunde- ESTA Erforschungs- und Filmprojekt Nummer II.

Wir - zehn junge Lernende aus zwei sehr unterschiedlichen Ländern, Deutschland und Südafrika- ermöglichen durch das nun zweite Film-Projekt einen einzigartigen Einblick in die deutsche Gesellschaft. Durch einen zweiten Film dokumentieren wir die Trips mit Zwischenhalten innerhalb der deutschen Bundesländer (Hessen, Reinlandpfalz und Berlin), die auch hier wieder mit Gegensätzen, verschiedene Identitäten und kulturellen Eigenschaften behaftet sind. Das Ziel der zweiten Reise wird sein, die Untersuchung der deutschen Gesellschaft, die sich vor allem darin ausdrückt, verschiedene Lebensentwürfe und - stile zu verfolgen (Religionen, Jugendkulturen, Mode & Design) und trotzdem eine Sprache zu sprechen. Werden wir feststellen, dass alle "Deutschen" ähnlich sind oder doch durch ihre Umwelt, wie Mode, Design, u.a. stark geprägt werden und so erst eine Identität entwickeln?


Wednesday, 29 June 2011

28.6.11: Interviewort: Township. Nachmittags Kontrastprogramm am Meer

An diesem Morgen konnten alle etwas länger in den Betten bleiben, was die Situation allerdings nicht entspannte, da an diesem Morgen nur eine Dusche für 10 Leute zur Verfügung stand, sodass es noch später wurde bis wir mit der Vorbereitung für den heutigen Interviewtag beginnen konnten. 
Heute steht das Township, die Heimat einiger Teilnehmer der südafrikanischen Seite, auf dem Plan. Wir sprechen über unsere Interviewpartner, Thobela (Zito) und Olwethu (Oo), die beide im Walmer Township, in der gleichen Straße, leben. Zito ist 16 Jahre und geht auf der „Walmer High School“ in „Grade 9“. Oo ist 17 und in „Grade 11“ an der „Victoria Park“ High-School. Die beiden sind in der Masifunde „Drama- Group“ und sind beide „Live Safer“ am offenen Meer. Beide sprechen Xhosa, die Muttersprache aller Bewohner des Townships aber auch Englisch, die Sprache die an den Schulen üblich ist. Die Teilnehmer überlegen sich danach welche Fragen sie den Teilnehmern stellen könnten. Und wir brechen auf, Richtung Township.

Thobela (Zito) und Olwethu (Oo)

Ziel ist das Xolelanani (Treffpunkt, Beziehung) „Youth Center“ in dem auch unsere Abschlusspräsentation des Films stattfinden wird. Dort treffen wir auf Jonas und zum ersten Mal für unsere deutschen Teilnehmer auf Thobela (Zito) und Olwethu (Oo), die mit den südafrikanischen Gruppenmitgliedern gut befreundet sind. Sie begegnen uns offen und gesprächig und laden uns ein, mit ihnen eine kleine Führung durch ihre „Location“ zu machen. 


 Vor den starken Regenfällen war hier das Fußballfeld





 Jede kleine Straße hat ihren eigenen Namen, wie "Steve Biko Street", "Africa Street" oder "January".


Dabei halten wir an verschiedenen Stationen, wie Schulen, Kindergärten, besonderen Plätzen, Kneipen, Shops und Kirchen, deren Bedeutung für das Leben im Township und den kulturellen Austausch erläutert wird. Die Tour, die an dem Haus endet in dem Ledge mit zwei weiteren Freiwilligen wohnt, war für uns deutsche TeilnehmerInnen und auch BetreuerInnen sehr eindrucksvoll. Viele Emotionen kamen auf, auch Nervosität, und Unsicherheit aber auch Spannung und Erstaunen über die Lebensbedingungen und die Reaktionen der TownshipbewohnerInnen als sie uns sahen. In der Luft ist etwas ruhiges, entspanntes und die Menschen begegnen uns mit großem Interesse und Freundlichkeit. Besonders die Kinder sind sehr neugierig was wir mit allen unseren Geräten anstellen und freuen sich riesig auch fotografiert zu werden. Bei Ledges Haus essen wir zu Mittag und genießen endlich mal die südafrikanische Sonne. Hier findet auch das Interview statt, dass wieder Milena übernimmt. 


Wir hatten großen Spaß und die deutschen Teilnehmer sind sehr Dankbar, von ihren südafrikanischen Gruppenmitgliedern deren Heimat gezeigt bekommen zu haben, denn jetzt ist das Township nicht mehr nur ein Wort, mit dem irgendwelche Bilder aus dem Fernsehen verbunden werden, sondern ein normaler Lebensraum für viele Menschen, jung und alt, der kein Einfluss auf deren individuelle Persönlichkeit oder gar gesellschaftlichen Wert hat, was auch bedeutet, dass wir nun unsere südafrikanischen Teilnehmer einfach besser verstehen und sie nicht etwa anders bewerten. Der Ort an dem man lebt sollte demnach nicht sofort zu einer Wertung der Person führen. Der Lebensraum prägt zwar, ist aber nur ein kleiner Teil, der eine individuelle Persönlichkeit ausmacht.


 Ein Supermarkt.


 Die Mädels verstehen sich sichtlich gut!

 Ledge kauft für unser Mittagessen einige Orangen.

Cendresa trifft endlich ihren Brieffreund Simo.

Das alles zeigt schon, dass unsere Teilnehmer heute viel gelernt haben, wie sich in der abendlichen Evaluationssession auch bestätigt. Auch die südafrikanischen Teilnehmer sagten, dass sie den Tag gut fanden und es ihnen wichtig war uns zu zeigen wo und wie sie leben und uns alles erklären konnten, so etwa Bucie. Amanda lernte, dass man einfach fragen sollte, wenn man etwas wissen möchte. Und für Sipho wurde klar, dass Wünsche und Ziele größer sind als die Barrieren die vor ihnen stehen und durch genügend Willen auch erreichbar sein können. Für Asanda wird nun nochmal deutlich, dass kulturelle Vielfalt kein Hindernis ist, sondern eine Chance, Fremdes zu erfahren und Neues zu lernen aber auch Kompromisse im Zusammenleben benötigt.





Zurück an der Unterkunft beschließt die Gruppe schließlich, wegen des schönen Wetters, anstatt zum nahgelegenen Aquarium an den Strand zu gehen um den, für die deutschen Gruppenmitglieder, ersten sonnigen Tag in PE in vollen Zügen genießen zu können.


 Zingi und Frederic


Michi und Alex warten auf die Wellen

Wonga und Cendresa.

Unser Surfer, Ledge.

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